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USA

"Was diesem Land wirklich fehlt ist eine gute 5 Cent Zigarre". Mit diesem Ausspruch wird deutlich, wie weit das Zigarrenrauchen Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA verbreitet war.

Die Vereinigten Staaten, insbesondere Florida waren schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Auswanderungsziel für viele Kubaner. Wie Miami Ziel vieler Auswanderer nach der kommunistischen Revolution war, erlebten die Vereinigten Staaten schon vor und während dem ersten kubanischen Unabhängigkeitskrieg 1868 bis 1878 eine Auswanderungswelle.

Mit dem Zustrom kubanischer Investoren und Arbeitskräfte entstand in Tampa, Florida ein Zentrum der Zigarrenindustrie das für fast hundert Jahre führend war in der Verarbeitung kubanischer Tabake. Um die Jahrhundertwende stellten etwa fünfzig Gesellschaften sogenannte "Clear Havannas" in Florida her. Zigarren, die wir heute als Lizenzzigarren bezeichnen würden. Die Amerikaner waren auch die ersten, die Zigarren industriell und damit bald auch maschinell herstellten. Sicherlich nicht so gut wie handwerklich gefertigte Ware, aber erschwinglich für eine breite Kundschaft. Damit hatte die Zigarre ihren Weg zu einer breiten Käuferschicht gefunden.

An die große Tradition der Zigarrenherstellung in Tampa knüpfen die in den letzten Jahren entstandenen, in Miami ansässigen Hersteller an, die allerdings Tabake aus Nicaragua, Honduras und der Dominikanischen Republik verarbeiten oder ganz dort fertigen lassen.

Und was die Liebe der US-Amerikaner zur Zigarre angeht: Nicht umsonst sind Zigarrenmarken nach US-Senatoren benannt.

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